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Auf einen Kaffee mit: Marko Vogt

Ausgabe 12

DATUM: 24.02.2018

In Blankenberg bei Brüel besuchten wir den Morning-Show-Radiomoderator Marko Vogt. Bei einer Tasse Kaffee plauderten wir mit ihm über seine Jugend vor dem und seine heutige Karriere beim Radio, über die vielen Umzüge seines Lebens und seinen Kurz-Auftritt in der ARD Fernsehdauerserie Lindenstraße. Außerdem sprachen wir mit Marko Vogt über sein Unternehmen marko-media.de und die Frage, was Deutsche Unternehmen im Bereich Sales Promotion von US-Amerikanern lernen können. Am Ende erhielten wir noch einen sehr außergewöhnlichen Ausflugstipp in unserem Landkreis. Wir wünschen Ihnen – wie immer – eine spannende Lese-Unterhaltung und ein erholsames Wochenende.

WiFöG: Herr Vogt, Sie sind bei uns im Land vornehmlich durch Ihre Radiomoderationen bekannt. Man kennt also vor allem Ihre sehr individuelle, markante Stimme. Wie ist das eigentlich für Sie selbst, wenn Sie Ihre Stimme aufgenommen hören?

Vogt: Mittlerweile gewohnt. (lacht) Im Radio höre ich mich selbst eigentlich nicht, da meine Sendungen stets „live“ ausgestrahlt werden. Die Trailer, also Programmhinweise, kommen allerdings vom Band und die höre ich natürlich. Das geht aber immer sehr schnell. Kaum hat es begonnen, da ist es schon vorbei. Gerade am Anfang war das aber schon sehr aufregend.

WiFöG: Wie war das damals für Sie?

Vogt: Nun, ich bin zum Radio gegangen, weil ich selbst ein begeisterter Radiohörer bin. Vor allem die Moderationen haben mich immer schon fasziniert. In meiner Jugend gab es Radiosendungen, die ich als Hörer so gut wie nie verpasst habe – weil ich die Stimmen der Moderatoren mochte. Und weil mich deren Art zu moderieren, gefesselt hat.

WiFöG: Sie hörten also nicht so sehr Radio wegen der Musik?

Vogt: Nein, in der Tat. (lacht) Für die Musik, die ich gerne höre, hatte und habe ich meine ureigene Sammlung. Zunächst Kassetten und Platten, später dann CDs. Heute „horte“ ich meine Lieblingstitel dem Zeitgeist entsprechend auf moderneren Speichermedien. Meine Liebe zum Radio entsprang wirklich der Liebe zu Moderationen. Es gab damals Sendungen, für die ich alles stehen und liegen ließ. Die Sendungen gibt es teilweise heute noch, die Moderatoren auch. Aufgrund meiner Arbeit ist es mir aber nicht immer möglich, wie damals jede Sendung zu hören.

WiFöG: Welche Sendungen bzw. welche Moderatoren waren das?

Vogt: Nun, ich habe früher in meiner Jugend ganz viel HR3 gehört. Und damalsgab es einen Moderator, Werner Reinke, der kommt ursprünglich sogar aus Norddeutschland. Der hat das so authentisch und souverän gemacht. Ich war damals Fan von ihm und bin es heute noch. Später habe ich ihn sogar kennen lernen dürfen und uns verbindet heute immer noch ein guter aber natürlich auch recht loser Kontakt. Seine Stimme ist so prägnant und sein ganzer Stil, wie er moderiert, hat eine tolle Ausstrahlung. Er ist ein Typ, ein echtes Vorbild für mich. Werner Reinke wurde mittlerweile auch für sein Lebenswerk mit einem Sonderpreis beim Deutschen Radiopreis ausgezeichnet.

WiFöG: Gab es weitere Vorbilder für Sie?

Vogt: Ja, der zweite Name, den ich hier unbedingt nennen möchte, ist Frank Seidel. Er moderierte damals die Sendung „Hitparade International“. Aber wie bereits gesagt: Für mich war die Moderation sehr viel wichtiger als die Musik, die gespielt wurde … Und dann haben mich auch Moderatoren wie Thomas Koschwitz und Martin Hecht sehr geprägt. Das sind bis heute hin für mich Menschen, die mein Leben sehr beeinflusst haben. Jeden Donnerstag, 19 Uhr, saß ich damals andächtig vor dem Radio und habe mit meinem Kassettenrekorder aus DDR-Zeiten die Sendungen mitgeschnitten.

WiFöG: Geboren und aufgewachsen sind Sie in Mühlhausen in Thüringen. Wie ist es, wenn man als Thüringer heute in Mecklenburg-Vorpommern lebt?

Vogt: Oh, also ich vermisse Metzgerhandwerk … (lacht), zumindest die Spezialitäten, mit denen ich aufgewachsen bin. Aber sonst gibt es jetzt nicht irgendetwas, das ich großartig vermissen würde. Ich bin ja hier auch nicht alleine mit meinem „Schicksal“.

WiFöG: Inwiefern?

Vogt: Na, ich habe eine Zeitlang in Pinnow gelebt, zwischen Parchim und Schwerin. Und in Pinnow hatte ich zumindest den Eindruck, dass dort der ein oder andere ehemalige Thüringer lebt. Vornehmlich Männer. Irgendwann muss es sie durch den Militärdienst in den Norden gezogen haben, dann lernten sie hier Frauen kennen. Und schon war es passiert … (lacht)

WiFöG: Und von der Landschaft her? Thüringen gilt zumindest als hügelig. Mecklenburg-Vorpommern hingegen ist ja eher Flachland …

Vogt: Ach, wissen Sie – Deutschland insgesamt ist ein so wunderschönes Land mit so vielen ganz tollen, außergewöhnlichen Orten. Klar: Es gibt immer auch Gegenden oder Ecken, da würde man sagen: Na, hier könnte man auch etwas Schöneres draus machen. Aber insgesamt ist es doch ein unwahrscheinlich schönes Land. Gleiches gilt doch auch für unser Bundesland und für unseren Landkreis. Es gibt hier so viel, das einen hier sehr gern leben lässt. Und ja – manchmal vermisse ich die Berge. Aber, dafür habe ich die Ostsee fast vor der Nasenspitze. Und dann habe ich hier speziell im Sternberger Seenland so viele tolle Orte. Nein, da möchte ich nicht sagen, dass ich hier sehr viel vermissen würde. Das wäre beinahe wie „Jammern“ auf sehr hohem Niveau … (lacht)

WiFöG: Hatten Sie damals gewisse Stereotypen über Norddeutsche im Kopf, als es sie in den Norden zog? Das Fischkopp-Klischée oder ähnliches?

Vogt: Oh, lassen Sie mich kurz darüber nachdenken. Meine ersten Berührungen mit Norddeutschland hatte ich in den ganz frühen Neunzigern. Mein Cousin lebte damals in einem Dorf in der Nähe von Winsen/Luhe im nördlichen Niedersachen.
Den habe ich besucht und wir unternahmen damals einen eintägigen Nordseetrip nach Helgoland. Das war für mich das erste Mal, dass ich so richtig  spürbar in Norddeutschland war. Mit Meer und allem. Bis dahin dachte ich, „Duty free“ gäbe es nur an Flughäfen. Aber „Fischköppe“ oder „Nordlichter“, die habe ich damals nicht so direkt ausmachen können. Man sagt Norddeutschen zwar nach, etwas ruhiger oder gar unterkühlt zu sein – das trifft meines Erachtens auf manche sogar zu, aber beileibe nicht auf alle. Und ehrlich gesagt, finde ich das auch gar nicht schlecht.

WiFöG: Im Radio hört man bei Ihnen keinen typischen Thüringer Akzent. Wenn Sie mit alten Freunden aus der Heimat plaudern, wechseln Sie dann leicht in den Akzent?

Vogt: Da möchte ich Sie gerne korrigieren – nicht überall in Thüringen spricht man einen Akzent. Es gibt auch nicht den thüringischen Akzent, es gibt verschiedene Mundarten. Je nach Region, wo man aufwächst, lernt man die oder eben nicht. Ähnlich wie in Bayern oder auch hier in Mecklenburg-Vorpommern. Der Rostocker spricht ein wenig anders als der Neustrelitzer bzw. der Schweriner. In Mühlhausen haben wir die Besonderheit, dass wir dort nicht „elf“ sagen. Wir sagen: „ölf“. Wir zählen also so: „ölf, zwölf, drölf!“ (lacht laut) Das klingt für einen Norddeutschen wahrscheinlich seltsam – für mich klingt das halt ziemlich normal. Aber generell gilt: Nicht jeder Bayer spricht bayrisch, nicht jeder Sachse sächsisch und so bin auch ich recht akzentfrei und hochdeutsch aufgewachsen. Und für mich hat das natürlich mittlerweile längst auch eine berufliche Komponente. Ich lebe schließlich davon, dass ich mich verständlich hochdeutsch ausdrücke. Ich kann aber sehr schnell raushören, wenn ich es mit jemandem zu tun habe, der seine Wurzeln in Thüringen hat.

WiFöG: Gibt es typische Begriffe im Norden, über die Sie als Thüringer stolpern oder spontan lachen müssen?

Vogt: Das jetzt nicht so direkt. Aber ich muss gestehen, dass ich kein „Platt“ schnacken kann. Ich höre es aber sehr gern und dann überlege ich auch ganz oft, was da wohl gerade so „vertellt“ wird. Das Engagement des früheren  Ministerpräsidenten Harald Ringstorf, hat mich sehr beeindruckt. Der hat sich dafür stark gemacht, dass „Platt“ als sprachliche Kultur aber auch insgesamt als Teil der Identität und Lebenskultur der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern erhalten bleibt und gepflegt wird. Ich finde das ist sehr wichtig!

WiFöG: Bevor es für Sie zum Radio ging, absolvierten Sie eine Aus- und Weiterbildung zum Kaufmann im Einzelhandel bei der Karstadt AG. Später folgte eine Vertriebskarriere. Jetzt machen Sie Radio und Sie sind dazu im Vertriebsbereich selbstständig tätig. Passt das gut zusammen?

Vogt: Klar! Im Norden sagt man doch etwas dazu, dass eigentlich die gleiche Bedeutung hat wie: Deckel auf Topf! (lacht)

WiFöG: Es war also kein Umweg für Sie?

Vogt: Auf keinen Fall. Alles, was ich heute mache, hat sehr viel mit Vertrieb zu tun.Ganz gleich, ob im Radio oder aber mit meinem Unternehmen marko-media.de.

WiFöG: Das ist ein gutes Stichwort – dazu kommen wir gleich noch. Aber zunächst müssen wir Sie unbedingt noch etwas fragen: Sie sind in Thüringen geboren und aufgewachsen, waren dann in Niedersachsen, Bayern, Sachsen – sogar im sonnigen Florida, bevor es Sie hierher in den Nordosten verschlug. Ziehen Sie gern um?

Vogt: (lacht herzlich) Ja, aber lassen Sie mich bitte kurz nachrechnen – ich meine, dass ich hier meine vierzehnte oder sechzehnte Behausung habe … (lacht wieder) Wahnsinn! Aber, ich glaube einfach, dass ich als Mensch immer schon bereit war, meinem Weg zu folgen, der mich erfüllt und dafür auch weiter weg zu gehen, anstatt mir einen Weg zurechtzubasteln, der mich „nur“ um die nächste Ecke führt – und dann auch noch mit Verzicht auf Erfüllung zu tun hat. Ich denke das Umziehen gehört wohl heutzutage eindeutig dazu. Aber, keine Sorge, hier gefällt es mir äußerst gut. Ich glaube sogar, dass ich mittlerweile genauso lange in Mecklenburg-Vorpommern lebe, wie einst in Thüringen. Vielleicht gefällt mir MV auch so gut, weil es meine Initialen sind … (lacht)

WiFöG: Wie gut, dass Sie nicht Steffen Heinrich heißen …

Vogt: … dann wäre ich mit Sicherheit in Schleswig Holstein gelandet … (lacht laut)

WiFöG: Kommen wir zu einer für Sie spannenden Anekdote: 1999 hatten Sie eine kleine Nebenrolle in der ARD-Kult- Serie „Lindenstraße“. War das sehr aufregend und wie kam es dazu?

Vogt: Au ja! Das war eine sehr interessante Erfahrung. Und klar: Es war aufregend. Ich arbeitete damals in Leipzig. Die Leipziger Volkszeitung machte ein Interview mit mir und der Reporter fragte mich gezielt nach der „Lindenstraße“. Ich war absoluter Fan – schaute jede Folge und hatte das wohl auch mehrmals in meiner Morningshow erwähnt. Ein paar Wochen später meldete sich plötzlich die Produktionsfirma und fragte, ob ich nicht Lust hätte, als Komparse in einer Folge mitzuwirken. Der Lindenstraßen-Fanclub von Sachsen – von dessen Existenz ich bis dato nichts gewusst hatte – hat das Interview gelesen und die Aktion in die Wege geleitet. Das war echt klasse!

»Ich glaube einfach, dass ich als Mensch immer schon bereit war, meinem Weg zu folgen …«

WiFöG: Einmal Familie Beimer live erleben…

Vogt: Absolut. „Die Lindenstraße“ ist ja die deutsche Ur-Soap, wenn man so will. Seit 1985 am Start und immer brandaktuell. Jedes Thema, das gesellschaftlich relevant war seit dieser Zeit, kam sofort in der „Lindenstraße“ vor. Irgendeine Krise, Tschernobyl oder die aktuellen Bundestagswahlergebnisse – zack, es war sofort in der „Lindenstraße“. Dazu war die Serie der Startschuss vieler großer Schauspielkarrieren. Nicht jeder weiß heute, dass beispielsweise Til Schweiger einst in der „Lindenstraße“ mitspielte.

WiFöG: Und Sie mittendrin! Wie sah Ihre Rolle aus?

Vogt: Ich durfte einmal durch das Bild laufen … (lacht)

WiFöG: Apropos: Hätten Sie sich vorstellen können, weitere Rollen in TV-Serien oder Filmen zu übernehmen oder gar Schauspieler zu werden?

Vogt: Ich weiß gar nicht, ob ich das kann. Darüber habe ich nie nachgedacht. Aber vermutlich, würde ich nein sagen. Schauspieler sind Profis, die ihren Job sehr beherrschen. Wenn jetzt jemand kommen würde und mir sagte, spiel mal einen Politiker! Das könnte ich wahrscheinlich nicht. Von daher: Nein. Obwohl, reizen würde mich der Politiker vielleicht doch … (lacht)

WiFöG: Arbeiten Sie eigentlich auch als Synchronsprecher? Wenn nein, könnte so etwas noch kommen?

Vogt: Das habe ich ausprobiert – ist sehr anspruchsvoll. Ich möchte nicht sagen, dass ich das nicht kann, aber es ist schon eher etwas für richtige Schauspieler, die ihren Job beherrschen. Wenn man sich den Markt der Synchronsprecher so anschaut, dann ist der eigentlich auch erstaunlich dünn. Und nur sehr wenige können wirklich gut davon leben.

WiFöG: 2004 gründeten Sie Ihre Firma marko-media.de – was genau machen Sie da?

Vogt: Ich berate. Und ich helfe dabei, die Kommunikation von Unternehmen in ganz wichtigen Situationen zu optimieren. So könnte man das in etwa verkürzt darstellen.

WiFöG: Und die längere Version?

Vogt: Die ist auch sehr schnell erzählt … (lacht) Heute in den Zeiten des Internets sind wir nahezu rund um die Uhr online. Chatten, posten, liken usw. Aber ganz viele steuern auch ihre Einkäufe über dasInternet. Produkte des täglichen Lebens genauso wie eine Urlaubsreise oder einen Bankkredit. Und wenn jetzt jemand einen bestimmten Artikel oder eine Leistung sucht und auch findet, dann gibt es in der Regel dennoch zahlreiche Fragen dazu: Fragen über Preise, Funktionalitäten, Kompatibilität – all das und noch viel mehr möchte ein potentieller Käufer wissen, bevor er auf „Kaufen“ klickt.

WiFöG: Und dann …

Vogt: Dann greift er in der Regel zum Telefon. Und das, was er dann erlebt, ist nicht selten der blanke „Horror“. Warteschleifen, teilweise endlos. Ansagen ohne Format und so weiter und so fort. Ich bin mir sicher: das kennt jeder von uns. Und genau da liegt das Angebot von marko-media.de. Wir liefern einem Unternehmen die passende Kommunikation für den Moment, wenn der Kunde, oder der potentielle Kunde, anruft und nach Antworten sucht. Wir produzieren Advertisements
für Telefonanlagen. Oder auf Deutsch: informative Ansagen mit Mehrwert, die die Kompetenz des Unternehmens herausstellen, die den Kunden in Empfang nehmen und informieren, wenn gerade auf allen Leitungen gesprochen wird, und die dem Kunden darüber hinaus einen positiven Überblick über das Angebot und die Dienstleistungen des Unternehmens gibt. Vielleicht möchte er ja noch weitere Dinge kaufen …

WiFöG: Und damit setzen Sie an einem sehr entscheidenden Punkt an: der Kaufentscheidung…

Vogt: Richtig. Gerade an dieser Stelle wird in sehr vielen Fällen zu wenig von den Unternehmen gemacht. Hier liegt ein großes Potenzial! Eigentlich unverständlich. Den Kunden zu steuern, zu informieren, seine Aufmerksamkeit während eines Warteprozesses zu nutzen - das machen wir und das machen wir mittlerweile sehr erfolgreich!

WiFöG: Und Sie haben große namhafte Kunden – die MediaMarktSaturn Retail Group beispielsweise …

Vogt: Ja, aber nicht nur die. Und es sind auch nicht nur die „Großen“. Unsere Kunden reichen von A wie Arztpraxis bis Z wie Zoologischer Garten. Aber auch Autohäuser, Banken, Botschaften und Konsulate, sowie Einkaufszentren zählen dazu. Ich bin der Meinung, jeder, der Anrufe von Kunden bekommt, sollte eine oder mehrere gute Botschaften haben, die er dem Anrufer/Kunden kommunizieren möchte. Darüber hinaus sind wir auch am Point of Sale sehr aktiv, also im Verkaufsraum, da wo der Kunde verweilt, wo er uns seine uneingeschränkte Aufmerksamkeit schenkt. Immer, wenn ich in den USA bin, schaue ich mir an, was die so machen. Dort ist man schon sehr viel weiter als bei uns in Deutschland. Gerade bei der Frage, wie nutzt man die Verkaufsfläche, um Kunden aktiv mit Informationen zu versorgen, die ihre Kaufentscheidung positiv beeinflussen, ist noch vieles möglich!

WiFöG: Sie machen auch Sales- bzw. Telefon-Training. Wenn Sie beispielsweise privat eine Hotline am Ohr haben, neigen Sie dann dazu, dem Gegenüber ein Feedback zu geben?

Vogt: Nein, nicht direkt. Aber, glauben Sie mir – das ist lange Jahre mein bestes Akquise-Tool gewesen. (lacht) In einer Hotline anrufen und mich überraschen lassen...

WiFöG: War das immer von Erfolg gekrönt?

Vogt: Nein, natürlich nicht … Aber in vielen Fällen stieß ich auf Interesse und es kam zu einer Zusammenarbeit, was mich sehr freut und stolz macht.

WiFöG: Wenn man sich Ihren Werdegang genau anschaut, dann haben Sie eigentlich Ihre bisherigen Karrieren ideal miteinander verknüpft. Wann begann bei Ihnen die Überlegung, sich mit genau dieser Geschäftsidee selbstständig zu machen?

Vogt: Nun, ich komme ja aus dem Einzelhandel. Ich war ein Karstadt-Mann, habe das verkaufen gelernt, war dann auch jahrelang im Aussendienst. Irgendwann wird der Weg schmaler, auf dem man beruflich unterwegs ist. Das liegt an dem zunehmenden Wissen, das man sich aneignet – an den vielfältigsten Erfahrungen. Bei mir kam dann noch hinzu, dass ich eine Stimme habe, mit der ich arbeiten kann. Ich weiß nicht mehr genau, wann ich auf die Idee kam. Und ich meine, dass ich am Anfang dachte: Probieren wir es doch einfach mal aus. Mittlerweile ist daraus eine sehr starke Profession geworden, die mich sehr erfüllt. Und die eigentlich die beiden Leidenschaften „Verkaufen“ und „Radio machen“ ideal miteinander verbindet.

WiFöG: Welche Vorteile bietet der Landkreis als Standort Ihrem Business?

Vogt: Ich habe hier die wunderschöne Landschaft, in der ich meine Ideen und Visionen entsprechend erfolgreich auf die Straße bringen kann. Es tut unheimlich gut, sich hier mit Themen auseinanderzusetzen, die anderswo greifen sollen. Der Blick aufs Wasser, die gute Luft, der Blick über die Felder – das zahlt sich aus, wenn ich Ideen und Konzepte für Kunden entwickle.

WiFöG: Jetzt sind wir auch schon bei der letzten Frage angekommen: Gibt es einen Geheimtipp, einen besonderen Ort in unserem Landkreis, den Sie uns verraten würden, an dem Sie am liebsten und besten die Seele baumeln lassen können?

Vogt: Ja. Den gibt es. Für mich ist das hier ganz in der Nähe: Das Mausoleum der Familie Wedekind, mit der Statue eines Bronzenen Hirsches mitten im Wald, unweit des Blankenberger Ortsteils Friedrichswalde. Wenn man sich dort an einem sonnigen Tag aufhält, mit dem einmaligen Blick über den Groß Labenzer See, dann ist das schon wahnsinnig beeindruckend. Das sollte man unbedingt einmal besucht haben. Ich bin dort ganz oft mit der Liebe meines Lebens – meinem Jagdhund Jankó. (lacht)

WiFöG: Herr Vogt, wir danken Ihnen für dieses Gespräch!

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