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Auf einen Kaffee mit: Jürgen Baumgarten

Ausgabe 16

Im Firmensitz der JB GERMANOIL in Wittenburg trafen wir den Unternehmer Jürgen Baumgarten und unterhielten uns mit ihm über sein Leben und sein Unternehmen - vor allem aber über die vielen sehr spannenden Erlebnisse, die ihn als Motorsportler, Stuntman und als Weltrekord-Mann entscheidend mitgeprägt haben. Dabei fielen zahlreiche Namen von Prominenten, mit denen der Wahl-Südwestmecklenburger teilweise auch heute noch freundschaftliche Bande pflegt: Otto Waalkes, Udo Lindenberg, Prinzessin Anne und viele weitere. Ebenso erzählte uns der gebürtige Möllner mit dem Faible für Motorräder auch von seinem zufälligen Treffen mit Russlands heutigem Präsidenten, Wladimir Putin, vor vielen Jahren in Parchim. Wir wünschen Ihnen eine spannende Lese-Unterhaltung und ein erholsames Wochenende.

WiFöG: Herr Baumgarten, Sie sind einem Millionenpublikum so richtig bekannt geworden, als Sie 2003 mit einem Opel Meriva schneller eine Bobbahn herunterfuhren als der damalige Rodelweltmeister Reinhard Wallensteiner mit seinem Team. Schon 1988 sind Sie als erster Mensch mit einem Motorrad von einer Skischanze – immerhin der Olympiaschanze in Innsbruck – gesprungen. Haben Sie ein besonderes Faible für den Wintersport?

Baumgarten: Nein, eigentlich eher nicht. Außer als Zuschauer. (lacht) Auf die Gefahr, dass es nicht plausibel klingt: Ich fürchte unkalkulierbare Risiken und bin ein absoluter Sicherheitsfanatiker. Und auf zwei oder auch auf vier Rädern fühle ich mich so sicher, wie andere, wenn sie auf der Couch liegen. Daher würde ich niemals eine Skischanze anders herunterspringen, als eben auf zwei Rädern.

WiFöG: Und wie kam es zu der Idee? Hatten Sie die selbst oder hat man Sie dazu überredet?

Baumgarten: Die hatte ich selbst. Wie viele andere schaue ich seit Jahrzehnten gern die Springen der Vierschanzentournee. Vor allem das Neujahrsspringen in Innsbruck hat mich schon immer sehr begeistert. Nach den Silvester-Feierlichkeiten länger ausschlafen und dann die wagemutigen Typen da runter springen zu sehen – ich finde, das hat etwas. Jedenfalls kam ich dann am Neujahrstag irgendwie auf die Idee, dass so ein Sprung auch mit einem Motorrad möglich sein müsse. Für die meisten wohl unvorstellbar – für mich aber reine Mathematik und Physik. Und dann haben wir den Sprung durchgezogen, als kein Schnee lag.

WiFöG: Zwölf Jahre zuvor 1976 stellten Sie Ihren ersten Weltrekord auf, als Sie mit Ihrem Motorrad 64,80 Meter weit flogen – unter anderem über den Elbe-Lübeck-Kanal. Welches war Ihr aufregendstes Sprungerlebnis?

Baumgarten: Das war schon genau dieser eine Sprung damals. Kaum einer hat mir das zugetraut. Selbst ich war anfangs skeptisch. Aber ich hatte ein sehr gutes Team um mich herum. Etwas, das sowieso immer schon mein großes Plus im Leben war. Du kannst nämlich kaum etwas erreichen, wenn Du nicht Menschen hast, die etwas können, das Du selbst nicht kannst und die Dich optimal auf alles vorbereiten und die Dir dadurch den Rücken frei halten. Diese Menschen hatte ich während meiner aktiven Rennfahrerzeit, danach und auch heute.

WiFöG: Was waren das für Menschen damals? Um welche Unterstützung ging es genau?

Baumgarten: Nun, das war einerseits natürlich mein früherer Manager und Mentor Fritz Wiene – ein echter Glücksgriff für mich. Das war ein Hamburger Pelzhändler, der damals der wohl bekannteste Box-Promoter Deutschlands war. Dann hatte ich ein Team, dass sich um mein Motorrad und die Technik gekümmert hat. Außerdem gab es einen Ballistiker der Bundeswehr, der mir genau ausrechnete, mit welcher exakten Geschwindigkeit, Betankungsmenge und mit welcher Anlaufdistanz ich bei meinem Gewicht auf die Rampe musste, um über den Kanal kommen zu können. Ich fühlte mich so sicher. Und es hat ja auch funktioniert. Aber, ein paar Dinge hatten wir damals nicht genau genug kalkuliert.

WiFöG: Welche Dinge waren das?

Baumgarten: Nun, beispielsweise die Beschaffenheit des Bodens auf der Seite, auf der ich landete. Der Boden war sehr viel weicher als gedacht. Und so bin ich bei der Landung ziemlich tief eingesackt. Dadurch war es schwer, den Sprung zu stehen und noch die vorgeschriebene Distanz auf dem Sattel zu bleiben. Als ich die Markierung überfuhr, wusste ich: Das war es – jetzt hast Du den Weltrekord. Da ließ ich das Motorrad fallen und sprang ab. Ein böser Fehler … (lacht)

WiFöG: Inwiefern?

Baumgarten: Ich trug zur Sicherheit einen wasserdichten Neopren-Anzug, wie Taucher ihn tragen. Das war für den Fall, dass ich versehentlich im Kanal landen würde. Na ja, jedenfalls gab das beim Fallen vom Motorrad mächtig Reibung. Ich habe mir sozusagen bei meinem Weltrekord den Allerwertesten heftig verbrannt … (lacht herzlich) Aber nicht nur den!

WiFöG: Gab es jemals vor einem großen Sprung einen Moment, in dem Sie über ein mögliches Scheitern nachdachten?

Baumgarten: Eigentlich nicht. Dadurch, dass ich immer alle Grundbedingungen und so auch die damit verbundenen Risiken ziemlich realistisch einschätzen konnte, hatte ich nicht die Sorge, zu scheitern. Aber vor dem Weltrekord-Sprung über den Kanal, habe ich schon mehrmals darüber nachgedacht, was alles passieren könnte. Nie jedoch hatte ich Angst davor, zu scheitern. Sonst hätte ich das nicht machen können.

WiFöG: Wie viele Knochenbrüche hatten Sie im Verlauf Ihrer Karriere? Immerhin arbeiteten Sie lange Jahre als Moto-Cross-Profi und auch als Stuntman …

Baumgarten: Einige …

WiFöG: Welches war der schlimmste Unfall für Sie?

Baumgarten: Nun, das ist mir in Kanada – genauer gesagt in Halifax – passiert. Ich war dort zu einer mehrtägigen Veranstaltung eingeladen und sollte dort jeden Tag tollkühne Stunts auf meinem Motorrad vorführen. Prinzessin Anne, die Schwester von Prince Charles war damals als Schirmherrin persönlich zugegen. Gleich am ersten Tag, nachdem ich noch nicht einmal den an und für sich gut zu bewältigenden Parcours in Augenschein hatte nehmen können, sollte ichgleich etwas zeigen. Entgegen meiner üblichen Vorbereitungen entschied ich mich dafür, dem Wunsch der sehr vielen Fans zu entsprechen. Es waren wohl die Sprechchöre – das „Baumi, Baumi!“, welches ich von überall her wahrnahm.

WiFöG: Was passierte dann.

Baumgarten: Es war wie verhext: Bereits zu Beginn meiner Fahrt nahm mir ein Beleuchter auf einer sehr steilen Treppe, die ich hochfuhr, die Vorfahrt, sodass ich mich nur mit Müh‘ und Not durch einen beherzten Sprung vom Motorrad retten konnte. Dann fuhr ich aber weiter. Das Ende des Parcours lag fast komplett im Dunkel. Es war ein Podest in etwa 6 Meter Höhe, auf das ich über eine schmale Rampe gelangte. Ich war bereits oben – zumindest dachte ich das – wollte meinen linken Fuß auf das Podest setzen und absteigen. Zu spät begriff ich, dass mein Fuß ins Leere trat, weil ich noch nicht weit genug auf dem Podest war. Ich stürzte also in die Tiefe …

WiFöG: Oha …

Baumgarten: Viel schlimmer aber war, dass ich mich direkt nach einer mehr als sehr schmerzhaften Landung fragte, wo mein Motorrad wohl aufschlagen würde. Bruchteile einer Sekunde später krachte es auf mein Schienbein. Das war dann danach platt.

WiFöG: Wie lange waren Sie damals außer Gefecht?

Baumgarten: Sehr lange. Aber schon zwei Tage später war ich als Ehrengast der Schirmherrin unter den Zuschauern. Die haben mich trotzdem jeden Tag ausgiebig gefeiert. Das war wirklich unheimlich, zeigte mir aber meinen hohen Stellenwert, den ich damals genoss. Es hatte also auch etwas Gutes. (lacht)

WiFöG: Nach etlichen Jahrzehnten im Motorsport begannen Sie damit, Ihre zweite Karriere zu starten. Für Castrol bauten Sie den Vertrieb in der damaligen Sowjetunion auf. Wann besuchten Sie das erste Mal das heutige Russland und wie kam es überhaupt dazu?

Baumgarten: In die Sowjetunion kam ich erstmals als Sportler, um dort Rennen zu fahren. Ich spürte sehr schnell, dass die Vorurteile gegenüber den Menschen in der Sowjetunion, die wohl die meisten meiner Generation in den 80er Jahren hatten, vollkommener Quatsch waren. Ich lernte sehr schnell unheimlich warmherzige Menschen kennen, die sehr gastfreundschaftlich waren und die mich absolut akzeptierten. Noch heute zählen diese Menschen zu meinen besten Freunden und ich bin immer sehr glücklich, wenn ich dort bin und die Zeit habe, meine Freunde zu besuchen, um mit ihnen ein wenig Zeit zu verbringen. Als ich bei Castrol begann, war es naheliegend, dass ich meine hervorragenden Kenntnisse dafür einsetzen würde, einen neuen Markt im langsam zerfallenden Ostblock aufzubauen.

WiFöG: 1997 gründeten Sie schließlich Ihr Unternehmen JB GERMAN OIL. Hatten Sie Anfangs Bedenken, als Gründer loszulegen oder steckte Ihnen die Selbstständigkeit von Anfang an im Blut?

Baumgarten: Weder noch, würde ich sagen. Einerseits hatte ich zunächst kaum Bedenken, weil ich mir das glasklar vorher überlegt hatte. Andererseits kann ich auch nicht behaupten, dass ich das in irgendeiner Form im Blut hatte. Mein Vater starb im Krieg und meine Mutter war Arbeiterin, um für sich und mich aufzukommen. Ich habe mir alles im Leben sehr hart erarbeiten müssen. So wie meine Mutter es mir vorgelebt hat. Dennoch – oder vielleicht gerade deswegen war ich so davon überzeugt, dass ich gar nicht anders konnte, als mich damals selbstständig zu machen. Ich habe das auch noch keinen Tag lang bereut. Im Gegenteil: Ich bin da schon auch sehr stolz darauf. Aber, um die nächste Frage gleich vorweg zu nehmen – es gab in meinem Umfeld durchaus Freunde, die Bedenken hatten, weil sie große Risiken sahen.

WiFöG: Welche Eigenschaften sollte man unbedingt mitbringen, wenn man sich selbstständig macht?

Baumgarten: Ach, das lässt sich nicht so einfach sagen. Man muss auf jeden Fall überzeugt sein, von dem, was man tut. Und man darf nie aufgeben. Wenn ich aber speziell für mich und meinen Fall spreche: Man braucht ein gutes Gespür für die Menschen, die man unbedingt benötigt, um erfolgreich zu sein und zu wachsen. Seien das Ratgeber, Freunde oder eben auch Mitarbeiter. Und das hatte ich glücklicherweise bis heute immer.

WiFöG: Die internationale Ausrichtung Ihres Unternehmens zeigte sich ja bereits bei der Namensfindung – ein Schwerpunkt war von Anfang an der russische Markt und die dortige Rennsport-Szene. Verlief der Start damals reibungslos?

Baumgarten: Absolut. Ich hatte ja schon damals überaus gute Kontakte dorthin. Das hat Vieles erleichtert.

WiFöG: Sprechen Sie selbst gut russisch?

Baumgarten: (lacht herzlich) Wenn Sie mich das so fragen … Hm. Ich glaube, dass es reicht, um gut in Russland über die Runden zu kommen. Aber wenn Sie meine russischen Geschäftspartner und Freunde fragen – die würden wahrscheinlich sagen: Das geht noch besser! (lacht) Aber mal im Ernst: Vertragsverhandlungen führe ich nicht selbst auf russisch. Verstehen aber kann ich Vieles, das gesprochen wird.

»Ich hatte schon als Kind rote Haare. Da nennen einen alle Rotfuchs oder ähnlich. Das macht einen vielleicht eigenwilliger als andere.«

WiFöG: Sie stammen ursprünglich aus Mölln in Schleswig-Holstein. Wie kam es dazu, dass Wittenburg Ihr Unternehmensstandort wurde?

Baumgarten: Soweit weg ist Mölln ja nicht von meiner heutigen Heimat. Ich entdeckte schon relativ früh nach der Wende meinen heutigen Wohnsitz in Neuhof. Nach dem Erwerb begann ich dort, selbst Hand anlegend, das Ganze zu sanieren. Zunächst begann mein Unternehmen in Neuhof, später zogen wir nach Wittenburg. Und hier werden wir auch bleiben, da wir alles hier haben, was wir brauchen.

WiFöG: Hand auf’s Herz: Wo lebt es sich schöner? In Schleswig-Holstein oder hier bei uns?

Baumgarten: Das ist ja wohl keine Frage? (lacht) Aber Schleswig-Holstein ist auch sehr schön. (lacht herzlich)

WiFöG: Sie kommen ja sehr viel rum. Wo würden Sie, wenn Sie es sich frei aussuchen könnten, am liebsten leben?

Baumgarten: Oh, da gibt es schon sehr viele Orte. Besonders schöne Erinnerungen habe ich beispielsweise an die vielen Touren, die ich als Sportler durch Frankreich gemacht habe. Das Land, die Leute und vor allem die vielen Käsesorten haben es mir richtig angetan. Gleich bei meinem ersten Besuch in Frankreich strapazierte ich allerdings die Nerven eines Kellners, weil ich wohl das ganze große Käsetablett leer gefegt hätte, wenn er mich nicht irgendwann daran gehindert hatte. Ich kannte das damals nicht, das man Käse quasi als Nachtisch isst.

WiFöG: Also wäre Frankreich Ihr Favorit?

Baumgarten: Immer langsam. (lacht herzlich) Frankreich ist ein Ort von vielen,an denen es mir wahrscheinlich hervorragend ginge, wenn ich nicht bereits hier sehr glücklich wäre. Aber aufgrund meiner Geschichte ist Russland wahrscheinlich das Land, das ich neben Deutschland am allerbesten kenne und am allermeisten schätze. Die Menschen dort haben mir immer eine besondere Herzlichkeit zuteilwerden lassen. Ich habe dort sehr viele sehr enge Freunde. Daher denke ich: Russland wäre wohl mein Favorit.

WiFöG: Apropos leben. Vor ein paar Jahren waren Sie in der TV-Sendung „mieten, kaufen, wohnen“ bei Vox als eher eigenwilliger Hausinteressent zu sehen, der einer Maklerin das Leben ziemlich schwer machte. Würden Sie sich selbst als eigenwillig bezeichnen?

Baumgarten: Ich hatte schon als Kind rote Haare. Da nennen einen alle „Rotfuchs“ oder ähnlich. Das macht einen vielleicht ein wenig eigenwilliger als andere – keine Ahnung. (lächelt) Ob ich sehr eigenwillig bin, können andere wohl ein wenig besser beurteilen als ich. Ich jedenfalls empfinde mich als ziemlich normal. Die Sendung auf Vox jedenfalls basierte natürlich auf geschriebenen Rollen, bei denen ich mich nur zu einem ganz kleinen Teil selbst gespielt habe. Das meiste war von  Drehbuchautoren erfunden, um die Sendung spannender zu machen. Ich glaube, ich bin eigentlich  recht umgänglich. Streitbar, aber eben doch umgänglich. (lacht)

WiFöG: Es gibt viele Unternehmer, die Medienauftritte jeglicher Art am liebsten meiden. Sie hingegen scheinen das „Spiel mit den Medien“ zu lieben und es liegt Ihnen. Wurde Ihnen diese Eigenschaft als Kind in die Wiege gelegt oder haben Sie  irgendwann einmal in Ihrem Leben Seminare besucht, um das extra zu lernen?

Baumgarten: Nein, Seminare habe ich dafür nicht besucht. (lacht herzlich) Ich hatte da sehr gute Lehrmeister, meinen früheren Manager beispielsweise. Der war eigentlich Box-Promoter. Von dem habe ich sehr viel über das sogenannte Spiel mit den Medien gelernt. Ich musste das auch alles lernen, weil ich schnell kapierte, dass der Sport eins ist, der finanzielle Erfolg, der sich daraus ableitete aber eben etwas ganz anderes. Dieser Aspekt hatte viel mit der Selbstvermarktung zu tun.  Seminare habe ich erst besucht, als ich für Castrol tätig war. Aber da ging es mehr darum, Märkte und deren Potenziale zu analysieren. Was ich heute noch mache: Bevor ich irgendwo ins Ausland reise, wo ich noch nie zuvor gewesen bin, dann informiere ich mich sehr genau, wie dort die Gepflogenheiten vor Ort sind. Da kann man sich nämlich mal sehr schnell mit einer falschen Bewegung o. ä. das eigene Geschäft „versauen“. Man könnte sagen: Vorbereitung ist die beste Medizin. (lächelt)

WiFöG: Sie selbst sind auf Facebook. Gibt es daneben noch weitere sogenannte Soziale Medien, die Sie nutzen?

Baumgarten: Nein. Facebook nutze ich privat und auch für mein Unternehmen. Darüber hinaus schätze ich sehr den direkten Draht zu meinen jeweiligen Gegenübern.

WiFöG: Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, welche lebende Persönlichkeit würden Sie unbedingt gern treffen und warum?

Baumgarten: Ehrlich gesagt: Das weiß ich gar nicht. Vielen, die ich früher unheimlich gern mal treffen wollte, bin ich mittlerweile begegnet. Spannendempfand und empfinde ich es, wenn mich beispielsweise mein Freund Otto Waalkes besucht. Auch mit Udo Lindenberg habe ich eine tolle Zeit verbracht. Am Interessantesten war für mich aber mit Sicherheit ein Mittagessen kurz nach der Wende in Parchim. Dort traf ich auf einen damals noch recht jungen Russen, der sehr gut Deutsch sprach und mich damals mit seiner Art unheimlich beeindruckt hat. Das war Wladimir Putin, der heute der Präsident Russlands ist. Das war schon eine große Begegnung. Seinen rasanten Aufstieg konnte ich nicht voraussehen. Er war aber schon damals wirklich außergewöhnlich.

WiFöG: Wenn man versucht, bei Ihnen einen Termin zu ergattern, stellt man schnell fest, dass dies gar nicht so leicht ist – Sie sind sehr gefragt und sind darüber hinaus auch sehr viel beruflich unterwegs. Gibt es bei Ihnen viele Tage, an denen Sie einfach die Füße hochlegen und gar nichts machen?

Baumgarten: Nein, solche Tage habe ich für gewöhnlich nicht. Es gibt immer etwas zu tun. Und da bin ich auch sehr froh, dass es so ist. Vielleicht sind es zwei oder drei Tage im Jahr, an denen ich es etwas gemütlicher angehen lasse. Sehr zum Leidwesen meiner Frau. (lacht) Ich mache halt gern viel. Und oft. Am liebsten packe ich selbst immer mit an. So bin ich halt. (lacht erneut)

WiFöG: So, Herr Baumgarten, jetzt sind wir schon bei der allerletzten Frage angelangt: Gibt es eine Sache, mit der Sie gerne noch einmal ins Guinness Buch der Rekorde kommen würden?

Baumgarten: (lacht herzlich) Das ist eine sehr gute Frage! Eigentlich denke ich, dass es reicht. Aber, wenn mir jemand eine Million böte, würde ich vielleicht schwach – dann würde ich in Saporo in Japan noch einmal mit einem Motorrad von einer Schanze springen. Aber sonst fällt mir keine Nummer mehr ein, mit der ich das versuchen würde … (überlegt kurz) Nein, wirklich nicht.

WiFöG: Herr Baumgarten, vielen Dank für dieses Gespräch.

© Bilder: JB GERMAN OIL GmbH & Co. KG


STECKBRIEF
  • Ex-Moto-Crossprofi, Stuntman

  • 2 Einträge ins Guinessbuch der Rekorde

  • Gründer und Geschäftsführer der JB GERMANOIL


JB GERMAN OIL GmbH & Co. KG | Geschäftsführer: Jürgen Baumgarten Wölzower Weg 13 - 19 | 19243 Wittenburg

E-Mail: info@jb-germanoil.de Telefon: +49 (0) 38852 - 90620 | www.jb-germanoil.de

21.04.2018